Kurt Huber

Weiße Rose

* 1893
✝ 1943

Kurt Huber wurde in Chur/Schweiz geboren, war Musikwissenschaftler und lehrte ab 1926 als Psychologieprofessor an der Universität München. Als Musiker weigerte sich Huber, für den NS-Studentenbund Kampflieder zu komponieren. Seine Lehrveranstaltungen in Psychologie waren bei den Studenten – darunter auch Hans Scholl und seine Freunde – wegen ihrer Vielseitigkeit und Anschaulichkeit sehr beliebt.

Im Juni 1942 lernte er im privaten Kreis von Münchener Regimegegnern die Studenten der Weißen Rose kennen, deren politisches Denken er beeinflusste. Im Januar 1943 redigierte er das fünfte Flugblatt und verfasste Anfang Februar 1943 das sechste Flugblatt, bei dessen Verteilung die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943 gefasst wurden.

Die Gestapo verhaftete Huber am 27. Februar 1943, seine Frau kam in Sippenhaft. Sein Todesurteil am 19. April 1943 war vom Vorsitzenden des Volksgerichtshofs als Geburtstagsgeschenk für den Führer gedacht. Huber hinterließ zwei kleine Kinder. In seinem Schlusswort vor dem Volksgerichtshof zitierte er den Philosophen Fichte.

 

„Und handeln sollst du, als hinge von dir und deinem Tun allein das Schicksal ab der deutschen Dinge und die Verantwortung wär‘ dein.“

 

Künstlerin: Marlis Glaser

*1952 in Baltringen (Oberschwaben)

Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;

Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz

Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2017