Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Militärischer Widerstand

* 1907
✝ 1944

Stauffenberg wurde auf Schloss Jettingen bei Günzburg geboren. Hitlers Machtantritt begrüßte der junge Offizier, mit seiner revisionistischen Außenpolitik sympathisierte er, den Kriegsausbruch empfand er als „Erlösung“.

Erst im Verlauf des Krieges erkannte der christlich geprägte Stauffenberg an der Judenvernichtung und dem Vernichtungskriegs im Osten den verbrecherischen Charakter der NS-Politik und löste sich – vor allem auch wegen der Aussichtslosigkeit des Krieges – von Hitler. Im Herbst 1943 ließ er sich in das Allgemeine Heeresamt nach Berlin versetzen, wo eine Widerstandsgruppe um seinen Vorgesetzten, General Friedrich Olbricht, existierte. Nach Hans Oster wurde nun Stauffenberg zur treibenden Persönlichkeit des militärischen Widerstands. Entschlossen koordinierte er seine Attentatspläne mit den Plänen der zivilen Widerstandsgruppen.

Der Plan war, dass nach einem von Stauffenberg ausgeführten Attentat auf Hitler das Militär im Rahmen der „Operation Walküre“ die Führer des NS-Systems verhaften und die ausführende Gewalt übernehmen sollte.

Das Überleben Hitlers ließ den Umsturzversuch scheitern. Stauffenberg wurde noch am 20. Juli 1944 zusammen mit Olbricht und anderen Kameraden von regimetreuen Offizieren verhaftet und im Hof des Bendlerblocks standrechtlich erschossen.

 

Künstlerin: Sigrun C. Schleheck

*1948 in Heilbronn

Studium an der Freien Kunstschule Nürtingen,

Freischaffende Malerin seit 1979, lebt in Überlingen Nesselwangen,

Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg

Portrait Technik: Öl auf Leinwand, 2016