Hermann Liebmann

Politischer Widerstand

* 1882
✝ 1935

Hermann Liebmann wurde in Paunsdorf bei Leipzig geboren. Er war von 1913 bis 1933 Redakteur bei der „Leipziger Volkszeitung“, von 1919 bis 1923 Mitglied des Sächsischen Landtags und bekleidete von April 1923 bis Januar 1924 für die SPD das Amt des sächsischen Innenministers. In dieser Funktion legte Liebmann großen Wert auf die Bekämpfung rechtsradikaler staatsfeindlicher Aktivitäten und enttarnte die Umtriebe vieler Vereinigungen und ihre Verbindungen zu verbotenen politischen Gruppen. Nach dem Machtantritt Hitlers sprach Liebmann auf einer Kundgebung vor 25 000 Menschen gegen die Beseitigung von Grundrechten und Freiheiten durch die Nationalsozialisten. Diese verhafteten Liebmann gleich im April 1933 und brachten ihn in das KZ Hohnstein. In dieser besonders brutalen Folterstätte wurde er auf Befehl des Reichsstatthalters Martin Mutschmann ständig schwer misshandelt. So musste er z.B. seine Landtagsreden unter Schlägen wiederholen oder in einer Kloake stehen. 1934 wurde Liebmann in das KZ Colditz verlegt und – inzwischen schwer krank – im Mai 1935 zum Sterben entlassen. Am 6. September 1935 starb Hermann Liebmann im Alter von 53 Jahren an den Folgen der Misshandlungen.

 

Künstlerin: Wiebke Herrmann

*1987 in Dresden

2009 Studium Bildende Kunst an der HfBK Dresden; 2010 Studium der Malerei bei Prof. Christian Macketanz, HfBK Dresden; 2016 Diplom

2015 Gewinnerin des Kunststudentenwettbewerbs von SPIEGEL ONLINE

2015 Gewinnerin des SACHSEN_ART Awards 2015

Technik Portrait: Acryl auf Leinwand, 2016

Leihgabe Kunstsammlung der SPD Fraktion im Sächsischen Landtag