Gertud Luckner

Rettungswiderstand

* 1900
✝ 1995

Gertrud Luckner wurde in Liverpool geboren und wuchs in einer deutschen Pflegefamilie auf. Sie war überzeugte katholische Pazifistin und gehörte dem Friedensbund Deutscher Katholiken an. Dadurch dem NS-Regime bereits seit 1933 suspekt und von ihm überwacht, unterstützte sie in Verbindung mit der Freiburger Caritas verfolgte Juden mit Geld- und Sachmitteln, suchte Verstecke für sie, ging mit ihnen öffentlich spazieren und begleitete sie in den Gottesdienst , half ihnen bei der Auswanderung und leistete nach Kriegsbeginn Fluchthilfe über die schweizerische Grenze. Mehrfach denunziert, wurde Luckner schließlich am 24. März 1943 von der Gestapo verhaftet. Nach Aufenthalten in verschiedenen Polizeigefängnissen musste sie ab November 1943 als „Politische“ im KZ Ravensbrück schwere Zwangsarbeit leisten. Auf einem Todesmarsch wurde sie am 3. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.
1951 lud der Staat Israel Gertrud Luckner als erste deutsche Katholikin ein und 1966 zeichnete Yad Vashem sie als „Gerechte unter den Völkern“ aus.

Zwölf Jahre nach ihrem Tod 1995 in Freiburg wurde Gertrud Luckner 2007 von den Lesern der Badischen Zeitung zur bedeutendsten Persönlichkeit Freiburgs gewählt.

 

Künstler: Harald Herrmann

*1954 in Wolfach/Schwarzwald

Bildender Künstler und Kunstvermittler; lebt und arbeitet in Freiburg im Breisgau; seit 1979 Ausstellungen im In- und Ausland.

Technik Portrait: Acryl auf Bleistift auf Bütten, 2016

Leihgabe Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg