Hans David Elkan
Jüdisches Widerstehen
Hans David Elkan kam als Sohn einer alteingesessenen jüdischen Familie in Hohenems zur Welt. Sein Vater Theodor Elkan war der letzte Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Hohenems. Trotz eines mit einer Promotion in Freiburg 1927 abgeschlossenen Philosophiestudiums bekam Hans-David Elkan in der Folgezeit an der Universität Innsbruck nur eine Lehrbefugnis als Probelehrer ( ohne Bezahlung ), aber keine ordentliche Lehrerstelle.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs durfte er gar nicht mehr unterrichten. Gegen den wiederholten Rat von Freunden, in die Schweiz zu emigrieren, blieben Vater, Mutter und Sohn Hans David Elkan in Hohenems, um sich weiterhin um die letzten Gemeindeangelegenheiten kümmern zu können. So versuchte Hans-David Elkan zusammen mit seinem Vater nach 1939 vergeblich, die Torarollen aus der Hohenemser Synagoge nach St. Gallen in Sicherheit zu bringen. Kraft und Trost fand er in dieser Zeit in der Gartenpflege.
Im Mai 1940 wurde die Familie nach Wien zwangsumgesiedelt, im August 1942 von dort nach Theresienstadt deportiert. Dort kamen Theodor Elkan im September 1942, seine Ehefrau Betti im Februar 1944 und Hans-David Elkan im Juli 1944 ums Leben.
Künstlerin: Marlis Glaser
*1952 in Baltringen (Oberschwaben)
Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;
Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz
Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016