Georg Elser
Arbeiterwiderstand
Georg Elser wuchs in Königsbronn bei Heidenheim auf und lebte Anfang der 30er Jahre in Meersburg. Auf Grund seines ausgeprägten Freiheitsgefühls und Gerechtigkeitssinns lehnte der Kunstschreiner Gedankengut und Politik der NSDAP von Anfang an ab. Konsequent verweigerte er den Hitlergruß. Ab 1937 war Elser überzeugt, dass Hitler einen Krieg anzetteln würde, der nur durch seine Beseitigung verhindert werden könne.
Im September 1938 begann er mit der Vorbereitung eines Bombenattentats. Er baute eine Bombe in eine Säule des Münchener Bürgerbräukellers ein, die während der üblichen Hitlerrede am 8. November 1939 explodieren und den „Führer“ töten sollte. Die Bombe detonierte planmäßig und verwüstete den Saal, aber Hitler hatte die Versammlung vorzeitig verlassen und entkam so dem Attentat. Elser wurde beim illegalen Grenzübertritt in die Schweiz in Konstanz festgenommen.
Er kam ins KZ Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, wo ihn das Regime am 9. April 1945 erschießen ließ. Heute nimmt Georg Elser als einfacher Mann mit klarem Blick und großem Verantwortungsgefühl, als entschlossener, mutiger Einzeltäter aus Gewissensgründen einen besonderen Platz in der Geschichte des deutschen Widerstands gegen die NS-Diktatur ein.
Künstler: Clemens Hövelborn
*1980 in Backnang
Studium 2007-2011 an der freien Kunstschule Stuttgart
2011 Diplom bei Olga und Andre Dugin und Rolf Killian
Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016
Leihgabe Kunstsammlung Bodenseekreis