Willi Graf
Weiße Rose
Willi Graf wuchs in einem katholischen Elternhaus in Euskirchen im Rheinland auf. Als Mitglied im katholischen Schülerbund Neudeutschland und später in der illegalen katholischen Jugendorganisation „Grauer Orden“ weigerte er sich konsequent, in die Hitler-Jugend einzutreten. Bei einer Verhaftungswelle gegen die „bündische Jugend“ im Januar 1938 kam er einige Wochen in Untersuchungshaft.
Als Sanitätssoldat erlebte der Medizinstudent 1941 die entsetzliche Grausamkeit der Kriegsführung in Polen und der Sowjetunion. In der 2. Studentenkompanie lernte Graf im April 1942 in München Hans Scholl und Alexander Schmorell kennen. Nach ihrem gemeinsamen Einsatz an der Ostfront beteiligte sich Graf an der Vervielfältigung des fünften und sechsten Flugblatts der Weißen Rose, die er in seinem alten Freundeskreis im Rheinland und im Saarland sowie in Freiburg verteilte. Mit Hans Scholl und Alexander Schmorell schrieb er in München Parolen wie „Freiheit“ und „Hitler Massenmörder“ an Hausfassaden.
Am 18. Februar 1943 verhaftet, wurde Willi Graf gemeinsam mit Kurt Huber und Alexander Schmorell am 19. April 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 12. Oktober im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet.
Künstlerin: Mechthild Mansel
*1959 in Dresden
Studium Landschaftsarchitektur, Abschluss: Diplom-Ingenieurin; Zusatzstudium Architekturbezogene Künstlerische Gestaltung“ an der Hochschule für Bildende Künste Dresden; Dipl. Malerei/Grafik an der HGB Leipzig, studierte u.a. bei Prof. Bernhard Heisig
Technik Portrait: Acryl auf Leinwand, 2016