Raphael Walzer

Christlicher Widerstand

* 1888
✝ 1966

Raphael Walzer verbrachte seine Kindheit und Jugend als Kind einer Handwerkerfamilie in Ravensburg.

1906 trat er als Novize in das Benediktinerkloster Beuron ein, zu dessen Erzabt er

1918 gewählt wurde. Walzer unterhielt enge Kontakte zum Staatspräsidenten Eugen Bolz und zu Edith Stein, deren Beichtvater er war.

Gleich 1933 kritisierte er offen das NS-Regime, vor allem dessen Eingriffe in die Kirche.

Dadurch geriet er in Konflikt mit den Nationalsozialisten.

Schließlich musste Walzer 1935 Beuron verlassen und wurde 1937 zum Rücktritt als Erzabt gezwungen – wobei auch Ordensbrüder eine zwielichtige Rolle gespielt haben. Aus dem Exil bezog er in Radioansprachen klar Stellung gegen die nationalsozialistische Politik. 1940 floh er vor den Nationalsozialisten aus Frankreich nach Algerien, wo er als Geistlicher in der französischen Armee deutsche Kriegsgefangene betreute.

Nach dem Krieg baute er in Algerien im islamischen Umfeld eine Benediktinerabtei auf, die er bis 1964 leitete. Danach kehrte Raphael Walzer nach Deutschland zurück und starb zwei Jahre später in der Abtei Neuburg in Heidelberg.

 

Künstler: Nikolaus Mohr

*1954 in Lindau/B.

1976 – 81 Studium Bildende Künste (Staatl. Akademie Stuttgart) bei Prof. Moritz Baumgartl, Prof. Christoff Schellenberger, Prof. Rudolf Schoofs; Kunstgeschich­te (Universität Stuttgart) bei Prof. Sumowski; Atelier in Ostrach, künstlerisch tätig seit 1974; Mitglied im Künstlerbund BW und Neue Gruppe München

Portrait Technik: Tusche, Acryl, Ölkreide auf Papier, 2016