Maximilian Kolbe

Rettungswiderstand

* 1894
✝ 1941

Maximilian Kolbe wurde in der Nähe von Lodz geboren. Im Februar 1941 nahm die Gestapo den katholischen Priester und Franziskanermönch fest, weil er im Missionszentrum Niepokalanow bei War­schau 2300 Juden und anderen Flüchtlingen Zuflucht gewährt hatte. Er kam ins Konzentrationslager Auschwitz, wo er weiter als Seelsorger wirkte.

Als am 29. Juli 1941 ein SS-Hauptsturmführer als Vergeltungsmaßnahme für die angenommene Flucht eines polnischen Häftlings 15 Männer zum Tod im Hungerbunker aussortierte, bettelte einer der Männer, Franciszek Gajowniczek, unter Hinweis auf seine Familie weinend um sein Leben. Kolbe trat vor und bat darum, als Priester für Franciszek Gajowniczek in den Tod gehen zu dürfen. So wurde er in den berüchtigten Hungerbunker des Blocks 11 gesperrt und am 14. August 1941 durch eine Giftinjektionen ermordet.

Ein Zeitzeuge berichtete später: „Die Tat von Pater Maximilian hat uns alle erschüttert. Etwas hat sich verändert. Das Gebot der Nächstenliebe hat seine Bedeutung wiedererlangt.“

Der Familienvater Franciszek Gajowniczek überlebte das KZ. Er war anwesend, als sein Retter Maximilian Kolbe 1982 von Papst Johannes Paul II. als Märtyrer heiliggesprochen wurde.

 

Künstlerin: Harald Herrmann

*1954 in Wolfach/Schwarzwald

Bildender Künstler und Kunstvermittler; lebt und arbeitet in Freiburg im Breisgau; seit 1979 Ausstellungen im In- und Ausland.

Technik Portrait: Acryl auf Bleistift auf Bütten, 2016

Leihgabe Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg