Max Sachs
Politischer Widerstand
Max Sachs wuchs in einer jüdischen Bankiersfamilie in Breslau auf, legte aber später seinen Glauben ab. Auf Grund seiner fundierten ökonomischen Kenntnisse übernahm er 1911 die Wirtschaftsredaktion der überregional bedeutsamen Dresdener Volkszeitung, später die Ressorts Innenpolitik, Außenpolitik und Handel. Politisch betätigte er sich zuerst als Gemeindevertreter für die SPD in Briesnitz bei Dresden, später als Stadtverordneter in Dresden. 1922 bis 1926 war er Mitglied der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.
Trotz Überfälle auf sein Haus schon vor 1933 und vieler Warnungen seiner Genossen nach Hitlers Machtantritt weigerte sich Sachs zu emigrieren. Im Frühjahr 1933 wurde er mit anderen Redakteuren der „Dresdener Volkszeitung“ verhaftet und die Zeitung verboten. Zur gleichen Zeit wurde seine Privatbibliothek verbrannt. Nach viermonatiger Haft ließ man ihn frei. Am 23.9.1935 verhafteten ihn die Nationalsozialisten erneut – „wegen des Verdachts staatsfeindlicher Betätigung“ – und brachten ihn in das KZ Sachsenburg. Dort starb er wenige Tage später an den Folgen mehrtägiger, schwerer Misshandlungen. Wegen der dabei angewandten außergewöhnlichen Brutalität wurden im April 1936 einige Beteiligte vom Landgericht Chemnitz wegen Körperverletzung zu Freiheitsstrafen verurteilt.
Künstlerin: Almut-Sophia Zielonka
*1966 in Ohrdruf (Thüringen);
1981 Ausbildung; 1985 – 1987 Bühnenbildassistentin am Bautzener Theater; 1987 – 1993 Betreuerin des Rehabilitationszentrum Bautzen; Malereistudium,
bis 1989 in Berlin Weißensee und Dresden bei Hubertus Giebe, Gerhard Kettner und Ralf Kerbach; 1993 Diplom – freischaffend in Dresden, Bautzen und Leipzig
Portrait Technik: Öl auf Leinwand, 2016