Max Joseph Metzger
Christlicher Widerstand
Max Joseph Metzger wurde in Schopfheim im Südschwarzwald geboren. Seine Erfahrungen als katholischer Divisionspfarrer im 1. Weltkrieg machten ihn zum radikalen Pazifisten. Er war Mitglied des Internationalen Versöhnungsbundes, gründete verschiedene pazifistische Organisationen, engagierte sich in der überkonfessionellen Una-Sancta-Bewegung sowie für die internationale Sprache Esperanto und war in der Christkönigsgesellschaft tätig, der auch Josef Ruf und Michael Lerpscher angehörten.
Wegen dieser vielfältigen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten als führender deutscher Pazifist und Vertreter des ökumenischen Friedensgedankens wurde Metzger von der Gestapo 1934 und ab 1939 mehrfach für kürzere Zeit inhaftiert. Im Jahre 1943 geriet ein von ihm verfasstes Memorandum, in dem er die künftigen Strukturen eines demokratisch-pazifistischen, föderalistischen Deutschlands beschrieb, durch einen Spitzel in die Hände der Gestapo. In einem Schauprozess wurde er ohne Anhörung vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und im April 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.
Sein Todesurteil wurde 1997 aufgehoben. Seit 2006 lief für Metzger ein Seligsprechungsverfahren der katholischen Kirche. Am 17.11.2024 wurde er in Freiburg selig gesprochen.
Künstler: Dieter Groß
*1937 in Stuttgart
Studium Kunstakademie Stuttgart (schwerpunktmäßig bei Karl Rössing); 6 Jahre künstlerischer Assistent (bei Hannes Neuner und Hans Gottfried von Stockhausen); 30 Jahre Professor für Allgemeine künstlerische Ausbildung; lebt und arbeitet in Stuttgart.
Portrait Technik: Tempera/Holz, 2016
Leihgabe Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg