Hans Oster
Militärischer Widerstand
Hans Oster wuchs in einer Pfarrersfamilie in Dresden auf. Er lehnte den Nationalsozialismus bereits vor 1933 ab. Als Offizier in der von Admiral Wilhelm Canaris geleiteten Abteilung Abwehr der Reichswehr wurde er der Mittelpunkt einer Widerstandsgruppe und übernahm zentrale Aufgaben bei mehreren gescheiterten Attentats- und Putschversuchen. Bereits in der Sudetenkrise 1938 drängte Oster auf einen Staatsstreich und die Tötung Hitlers. 1940 informierte er den niederländischen Militärattaché über den bevorstehenden Überfall deutscher Truppen. Den Vorwurf des Landesverrats wies er zurück: “ Meine Pflicht sehe ich darin, Deutschland und damit die Welt von dieser Pest zu befreien.“
Bei der Verhaftung seines engsten Mitarbeiters Hans von Dohnanyi im April 1943 machte sich Oster verdächtig. Durch seine Entlassung aus der Abwehr verlor der Widerstand seinen „Geschäftsführer“ und erlitt damit den bisher größten Rückschlag. In den Planungen des 20. Juli war Oster als Präsident des Reichsgerichts vorgesehen.
Am 21. Juli 1944 wurde Hans Oster verhaftet, am 8. April 1945 zusammen mit Dietrich Bonhoeffer und Admiral Canaris im KZ Flossenbürg zum Tode verurteilt und am 9. April 1945 erhängt.
Künstler: Tina Wohlfarth
2009 – heute: Meisterschülerstudium, Hochschule für Bildende Künste Dresden(HfBK) bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Martin Honert
2003 – 2009: Studium der Bildenden Kunst, HfBK Dresden
1998 – 2001: Studium der Kunstpädagogik, Universität Erfurt
Portrait Technik: Öl und Bitumen auf Leinwand, 2017
Leihgabe des Militärhistorischen Museums Dresden