Hans Conrad Leipelt

Weiße Rose

* 1921
✝ 1945

Hans Conrad Leipelt wurde in Wien geboren und wuchs in Hamburg auf. Als „Halbjude“ wurde er 1940 trotz zahlreicher Auszeichnungen unehrenhaft aus dem Wehrdienst entlassen. Nach dem Verlust seines Studienplatzes für Chemie in Hamburg setzte er sein Studium in München im Schutz des angesehenen Nobelpreisträgers Professor Wieland fort. Nachdem er am 18. Februar 1943 das sechste Flugblatt der Weißen Rose in seiner Post gefunden und kurz darauf von der Hinrichtung der Geschwister Scholl und von Christoph Probst erfahren hatte, beschloss Leipelt – zusammen mit seiner Freundin Marie-Luise Jahn und Freunden aus seiner früheren Hamburger Studienzeit –, den Widerstand der Weißen Rose in Hamburg fortzusetzen. Die Gruppe vervielfältigte das letzte Flugblatt und verbreitete es. Bei einer Geldsammlung für die Witwe von Kurt Huber wurden Leipelt und Jahn denunziert.

Im Oktober 1944 verurteilte der Volksgerichtshof Leipelt zum Tode, Jahn zu 12 Jahren

Zuchthaus. Am 29. Januar 1945 wurde Hans-Conrad Leipelt enthauptet. Er steht hier auch stellvertretend für die anderen Mitglieder des Hamburger Zweigs der Weißen Rose, die ermordet oder in den Tod getrieben wurden.

 

Künstlerin: Marlis Glaser

*1952 in Baltringen (Oberschwaben)

Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;

Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz

Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2017

Leihgabe von Barbara Probst-Polasek