Elisabeth von Thadden

Christlicher Widerstand

* 1890
✝ 1944
Da ihr als evangelischer Erzieherin auf Grund fehlender Zeugnisse eine feste Schulanstellung verwehrt war, beschloss sie, selbst eine Schule zu gründen. Sie rief einen Verein ins Leben, der als Schulträger ab Ostern 1927 im gepachteten Schloss Wieblingen bei Heidelberg nach einem reformpädagogischem Konzept mit christlicher Prägung das „Evangelische Landerziehungsheim für Mädchen“ betrieb.

Diese Privatschule stand auch jüdischen Schülerinnen offen. Mit der Unterstützung durch Pfarrer Hermann Maas half sie Juden bei der Emigration ins Ausland. Nach der Schließung ihrer Schule durch die Nationalsozialisten im Jahr 1941 in Berlin wohnend – beteiligte sie sich im sogenannten Solf-Kreis an Gesprächen von Regimegegnern und der Unterstützung von Verfolgten durch Lebensmittelkarten und bei der Flucht. Nach der Denunziation des Kreises  wurde sie  im Januar 1944  verhaftet, vom Volksgerichtshof unter Vorsitz von Roland Freisler im Juli 1944 zum Tode verurteilt und im September 1944 in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil hingerichtet.

Über die Motivation zu ihrem Handeln sagte Elisabeth von Thadden  am Tag ihrer Hinrichtung: „Wir wollten Samariter sein, aber nichts Politisches.“

 

Künstlerin: Johanna Hager

*1997

Abiturientin, Elisabeth-von-Thadden-Schule, Heidelberg

Portrait Technik: Aquarellstift auf Papier