Richard Teichgräber
Arbeiterwiderstand
Richard Teichgräber wurde in Dahlen bei Leipzig geboren. Von 1919 bis 1925 war er Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) in Leipzig, von 1927 bis 1933 wirkte er als Bezirksleiter des DMV. Weil er nach der Auflösung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 von Dresden aus ein illegales Netzwerk von Verbindungen zu Gewerkschaftern seines ehemaligen Verbandes aufbaute, um die Gewerkschaftsarbeit illegal fortzusetzen, wurde er am 15. Dezember 1934 verhaftet und im April 1935 in das KZ Oranienburg gebracht.
Nach seiner Entlassung im Dezember 1935 nahm man ihn gleich im Januar 1936 erneut fest. Auf Grund einer Anklage wegen „Hochverrats“ wurde Teichgräber im Oktober 1937 vom Volksgerichtshof in Berlin zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Verbüßung dieser Strafe in „Schutzhaft“ genommen – kam er von 1938 bis 1944 in das KZ Buchenwald, wo er einer der bekanntesten Gewerkschaftsfunktionäre war.
Danach machte er eine Odyssee durch die Konzentrationslager Majdanek, Auschwitz und Mauthausen, wo Richard Teichgräber vermutlich am 25. Februar 1945 ermordet wurde.
Künstlerin: Kathrin Landa
2002-2009: Studium in Leipzig bei Sighard Gille und Meisterschüler-Studium bei Annette Schröter
2015: Initiatorin des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig
2018: Lehrauftrag bei der Pädagogischen Hochschule Weingarten
Lebt und arbeitet in Berlin.
Technik Portrait: Öl/Acryl auf Leinwand, 2016
Leihgabe der Hand-Böckler-Stiftung