Hans Scholl

Weiße Rose

* 1918
✝ 1943

Hans Scholl wuchs in einem liberal-protestantischen Elternhaus in Ulm auf. In der Hitler-Jugend stieg er als begeisterter Jungvolkführer 1935 zum Fähnleinführer auf. Seine Enttäuschung über Uniformierung und unterdrückte Individualität in der HJ und seine Inhaftierung Ende 1937 wegen „bündischer Umtriebe“ brachten ihn zur Abkehr vom Nationalsozialismus. Während seines Medizinstudiums in München bestärkten ihn katholische Religionsphilosophen wie Carl Muth in seiner christlich-humanistischen Haltung.

Im Juni 1941 lernte Hans Scholl in der 2. Studentenkompanie Alexander Schmorell kennen. Ein Jahr später riefen die beiden Freunde mit den ersten vier Flugblättern der Weißen Rose zum Widerstand gegen die NS-Diktatur auf. Nach ihrem gemeinsamen Einsatz – auch zusammen mit Willi Graf – an der Ostfront im Herbst 1942 verfassten und verteilten sie ein fünftes Flugblatt und schrieben Parolen wie „Freiheit“ und „Hitler Massenmörder“ an Hausfassaden in München. Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl bei der

 

Verteilung des sechsten Flugblatts im Lichthof der Münchener Universität verhaftet. Vier Tage später verurteilte sie der Volksgerichtshof – zusammen mit Christoph Probst – zum Tode. Noch am selben Tag wurden sie enthauptet.

 

Künstlerin: Marlis Glaser

*1952 in Baltringen (Oberschwaben)

Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;

Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz

Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016