Sophie Scholl
Weiße Rose
Sophie Scholl wuchs in einem liberal-protestantischen Elternhaus in Ulm auf. Ab 1934 war sie vom Nationalsozialismus überzeugte Gruppenführerin im Bund deutscher Mädchen. Die zeitweilige Verhaftung ihres Bruders, der Beginn des Krieges und die Lektüre von Werken des Kirchenvaters Augustinus während ihres Reichsarbeitsdienstes 1941 in Krauchenwies bewirkten ihre allmähliche Abkehr vom Nationalsozialismus.
Während ihres Studiums in München wie ihr Bruder nachhaltig vom Religionsphilosophen Carl Muth beeinflusst, schloss sie sich 1942 der Gruppe der Weißen Rose an. Im Januar 1943 besorgte sie für die Herstellung und Verbreitung des fünften Flugblatts Papier, Briefmarken und Adressen und brachte das Flugblatt nach Augsburg, Stuttgart und Ulm. Bei der Verteilung des sechsten Flugblatts wurde Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder am 18. Februar 1943 festgenommen. Am 22. Februar 1943 verurteilte sie der Volksgerichtshof unter Vorsitz von Roland Freisler zum Tode. Am selben Tag wurde sie zusammen mit ihrem Bruder und Christoph Probst enthauptet.
In den Briefen von Sophie Scholl kommt immer wieder das Zitat von Jacques Maritain vor: „Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben.“
Künstler: Nikolaus Mohr
*1954 in Lindau/B.
1976 – 81 Studium Bildende Künste (Staatl. Akademie Stuttgart) bei Prof. Moritz Baumgartl, Prof. Christoff Schellenberger, Prof. Rudolf Schoofs; Kunstgeschichte (Universität Stuttgart) bei Prof. Sumowski; Atelier in Ostrach, künstlerisch tätig seit 1974; Mitglied im Künstlerbund BW und Neue Gruppe München
Portrait Technik: Photoarbeit Puzzle, 2016
Leihgabe der Kunstsammlung Landkreis Sigmaringen