Julius Leber
Politischer Widerstand
Julius Leber wuchs in einer elsässischen Kleinbauernfamilie auf und wurde nach Studium in Straßburg und Freiburg 1921 Chefredakteur des sozialdemokratischen „Lübecker Volksboten“. Von 1924 bis 1933 war er Reichstagsabgeordneter für die SPD.
Nachdem sein Leibwächter in den Morgenstunden des 1. Februar 1933 bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit SA-Leuten einen Angreifer in Notwehr tödlich verletzt hatte, wurde Leber von den Nationalsozialisten verhaftet und als „geistiger Urheber“ zu 18 Monaten
Gefängnis verurteilt. Nach dieser Haft hielt man ihn von 1935 bis 1937 im KZ Esterwegen und im KZ Sachsenhausen fest.
Danach arbeitete er – getarnt als Kohlenhändler – in Berlin im Widerstand. Er suchte Kontakt zu Stauffenberg, Goerdeler und zum Kreisauer Kreis. In den Putschplänen des Kreises um Stauffenberg war Leber als Innenminister vorgesehen. Ende Juni 1944 nahm er mit Wissen Stauffenbergs Kontakt zu einer unterwanderten kommunistischen Widerstandsgruppe in Berlin auf. Leber wurde denunziert und schon am 5. Juli 1944 verhaftet.
In einem Schauprozess verurteilte ihn der Volksgerichtshof am 20. Oktober 1944 zum Tode. Nach weiteren Verhören und Misshandlungen wurde Leber am 5. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Künstler: Clemens Hövelborn
*1980 in Backnang
Studium 2007-2011 an der freien Kunstschule Stuttgart
2011 Diplom bei Olga und Andre Dugin und Rolf Killian
Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016