Martin Buber

Geistiger Widerstand

* 1878
✝ 1965

stammte aus einer jüdischen Familie in Wien. Nach seinem Anschluss an den Zionismus übertrug Theodor Herzl ihm 1901 die Leitung des zionistischen Parteiorgans „Die Welt“. Ab 1924 lehrte Buber jüdische Religionslehre und Ethik in Frankfurt/Main. 1933 legte er seine Professur nieder, um einer Aberkennung zuvorzukommen. 1935 schlossen die Nationalsozialisten Buber aus der Reichsschrifttumskammer aus. Im Frühjahr 1938 wanderte Buber mit seiner katholischen Frau nach Palästina aus, wo er in Jerusalem bis 1951 Anthropologie und Soziologie lehrte. Sein Wohnhaus in Heppenheim wurde während der Novemberpogrome am 9. November 1938 verwüstet und schließlich gepfändet.

1953 setzte Buber mit der in Israel sehr umstrittenen Entgegennahme des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ ein Zeichen der Verständigungsbereitschaft.

In seiner Schrift „Zwei Glaubensweisen“ zeigt Buber neben dem Trennenden auch die enge theologische Verbindung zwischen Judentum und Christentum auf. Buber, der in seinem Werk „Ich und Du“ Dialog und Begegnung als menschliches Prinzip betont, war auch Vermittler zwischen Arabern und Juden, die er schon früh – nicht ohne Widerspruch – eindringlich mahnte, gute Beziehungen zu den Arabern aufzubauen.

 

Künstlerin: Marlis Glaser

*1952 in Baltringen (Oberschwaben)

Hochschule für Gestaltung Bremen, Malerei bei Prof. Rolf Thiele;

Akademie der Künste Hamburg; seit 1984 freischaffend als Künstlerin; Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Israel, USA und der Schweiz

Technik Portrait: Öl auf Leinwand, 2016