Alfred Delp

Christlicher Widerstand

* 1907
✝ 1945

 

Alfred Delp wurde in Mannheim geboren. Geprägt durch die Jugendbewegung – schloss er sich dem katholischen „Bund Neu-Deutschland“ an und trat früh in den Jesuitenorden ein.

Als Jugenderzieher, Redakteur in einer 1941 von den Nationalsozialisten verbotenen Zeitschrift und schließlich als Gemeindepfarrer in München beschäftigte sich Delp vor allem mit Fragen der katholischen Soziallehre.

Deren Grundlinien brachte er – von seinem Ordensoberen 1942 zur Mitarbeit in der Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“ aufgefordert – in die Konzepte der Gruppe für die Neuordnung Deutschlands nach der Überwindung des NS-Systems ein.

 

Nach dem 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Seine im Gefängnis mit gefesselten Händen geschriebenen Meditationen „ Im Angesicht des Todes“ sind berühmt. Alfred Delp schrieb in seinem letzten Brief an seine Freunde:

„Es sollen andere einmal besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.“

 

Künstler: Mechthild Mansel

*1959 in Dresden

Studium Landschaftsarchitektur, Abschluss: Diplom-Ingenieurin; Zusatzstudium Architekturbezogene Künstlerische Gestaltung“ an der Hochschule für Bildende Künste Dresden; Dipl. Malerei/Grafik an der HGB Leipzig, studierte u.a. bei Prof. Bernhard Heisig

Technik Portrait: Acryl auf Leinwand, 2016