Hugo Rosenthal (Josef Yashuvi)

Jüdisches Widerstehen

* 1887
✝ 1980

 

Hugo Rosenthal (Josef Yashuvi) wurde in einer jüdischen Familie in Lage ( Lippe ) geboren und wanderte als Zionist nach ersten Anstellungen an jüdischen Schulen in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg mit seiner Familie nach Israel aus. Aufgrund gesundheitlicher und wirtschaftlicher Probleme kehrte er mit seiner Familie fünf Jahre später nach Deutschland zurück. Im Herbst 1933 führte Rosenthal nach der Emigration von Anna Essinger deren Landschulheim in Herrlingen als Landschulheim für jüdische Kinder, die die deutschen Schulen hatten verlassen müssen, weiter. Er verfolgte ein jüdisch orientiertes, reformpädagogisches Konzept mit dem Ziel, den Kindern und Jugendlichen die Chance auf die Herausbildung einer jüdischen Identität zu geben und sie auf die Ausreise nach Palästina vorzubereiten. Im Schuljahr 1936/37 hatte die Schule 150 Schüler. Bis zu ihrer Schließung durch die Nationalsozialisten Ostern 1939 fanden viele diskriminierten und verfolgten jüdischen Kinder und Erwachsenen Schutz in der „Oase Herrlingen“. Danach folgte Hugo Rosenthal seiner Familie nach Palästina und nannte sich fortan Josef Jashuvi ( „der Zurückgekehrte“ ) . Von 1940 – 1948 leitete er das Kinderheim „Ahawa“ in Haifa, wo er 1980 hoch geehrt verstarb.

 

Künstler: Hermann Schenkel

*1948 in Biberach

1970-1976 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Kuhn und Prof. Hödicke; Kunst- und Kulturpreise sowie Stipendien; Kunst am Bau; Werke in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen; Lebt und arbeitet in Biberach/Riß

Portrait Technik: Acryl auf Leinwand, 2016