Auguste Bonal
Opfergruppe Todesmarsch
Auguste Bonal war einer der acht Direktoren der Peugeot-Werk in Sochaux / Montbeliard (Bourgogne-Franche-Comté) und leitete das Presswerk, das im Auftrag der NS-Regierung die Hüllen für die V1-Raketen herstellen sollte. Er organisierte den aktiven Widerstand im Werk und ließ die hydraulischen Pressen sabotieren. Ferdinand Porsche (NS Wirtschaftsführer für Frankreich) reiste nach Sochaux und veranlasste persönlich die Verhaftung und Deportation von Auguste Bonal. Über das KZ Natzweiler (Elsaß) kam Bonal im September 1944 in das KZ Schömberg, eines der 7 Lager mit dem Decknamen „Wüste“, am Westrand der Schwäbischen Alb zwischen Hechingen und Rottweil (Ölgewinnung aus Schiefer). Gegen Kriegsende im April 1945 ordneten die NS Verantwortlichen die Räumung der Lager an. Die Häftlinge wurden auf sogenannte „Todesmärsche“ Richtung Dachau, bzw. „Alpenfestung“ gezwungen. Mit einer dieser Kolonnen durchquerte Auguste Bonal am Sonntag, dem 22. April 1945, Waldsee. Nachdem sich die Wachmannschaften kurz hinter der Stadt abgesetzt hatten, versteckte sich Bonal mit Kameraden in einem Waldstück. Am nächsten Morgen wollte er die Lage erkunden. Vorbeifahrende Wehrmachtsoffiziere entdeckten ihn, riefen ihn heran und erschossen ihn aus dem Auto heraus. Am Abend des 24. April 1945 nahmen französische Truppen Waldsee ein.
Künstlerin: Kathrin Landa
2002-2009: Studium in Leipzig bei Sighard Gille und Meisterschüler-Studium bei Annette Schröter
2015: Initiatorin des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig
2018: Lehrauftrag bei der Pädagogischen Hochschule Weingarten
Lebt und arbeitet in Berlin.
Technik Portrait: Öl/Acryl auf Leinwand, 2016