Kurt Hahn
Geistiger Widerstand
Kurt Hahn stammte aus einer jüdischen Industriellenfamilie in Berlin. Geprägt von Weltoffenheit auch auf Grund eines Auslandsstudiums in Oxford, setzte sich Hahn im Auswärtigen Amt während und nach dem Ersten Weltkrieg für einen Verständigungsfrieden ein. Mit Max von Baden, dessen enger Vertrauter er war, gründete er 1920 die Schule Schloss Salem. Als Schulleiter prägte er diese Schule im Bestreben, Bildung und Erziehung durch reformpädagogische Ansätze zu vereinen.
Hahn, auf den bereits 1923 drei Nationalsozialisten ein Attentat versucht hatten, nahm 1932 öffentlich Stellung gegen politische Gewalttaten von SA-Leuten. Noch im Februar 1933 distanzierte sich Hahn öffentlich vom Nationalsozialismus: „Wir weigern uns, die Jugend für den faschistischen Staat zu erziehen.“ Nach kurzer „Schutzhaft“ wurde er aus dem Schuldienst entlassen und aus Baden verbannt. Anfang Juli emigrierte er nach England, von wo aus er einen publizistischen Kampf gegen das NS-Regime und die Appeasement-Politik der Westmächte führte.
Nach dem Krieg kümmerte er sich materiell um Opfer des Nationalsozialismus, etwa um die Angehörigen der Widerständler-Familie von Haeften. Als Pädagoge entwickelte er zur Versöhnung und Friedenssicherung das Konzept internationaler Schulen.
Künstlerin: Renata Jaworska
2000 – 2006 Studium Staatliche Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Jörg Immendorff; 2006 Abschlussprüfung / Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Siegfried Anzinger und Professor Peter Doig; 2006 Meisterschüler von Prof. Jörg Immendorff. Renata Jaworska lebt und arbeitet in Düsseldorf und am Bodensee
Portrait Technik: Öl auf Leinwand, 2016
Leihgabe Schule Schloss Salem