Familie von Haeften

Militärischer Widerstand

Mutter Agnes: * 1869, ✝ 1945
Sohn Hans-Bernd: * 1905, ✝ 1944
Sohn Werner: * 1908, ✝ 1944

Der protestantische Glaube der Offiziersfamilie von Haeften in Berlin war ein wichtiger Grund für den Widerstand der beiden Söhne von Haeften gegen den Nationalsozialismus. Der Diplomat Hans-Bernd von Haeften erklärte sich bereit, nach dem geplanten Umsturzversuch des 20. Juli Staatssekretär im Auswärtigen Amt zu werden. Vor dem Volksgerichtshof bezeichnete er Adolf Hitler als „Vollstrecker des Bösen“. Er wurde am 15. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Werner von Haeften war als Adjutant von Oberst Claus Schenk von Stauffenberg maßgeblich an der „Operation Walküre“ vom 20. Juli 1944 beteiligt. Nach dem Scheitern wurde er sofort zusammen mit Stauffenberg und anderen Kameraden im Hof des Bendlerblocks standrechtlich erschossen.

Die leidgeprüfte Mutter Agnes von Haeften wurde in Sippenhaft genommen. Nach Kriegsende ermöglichte ihr Kurt Hahn die Übersiedlung an den Bodensee. Ihr Grab  auf dem Friedhof der Gemeinde Herdwangen-Schönach im Linzgau wurde 2013 durch eine besondere Initiative der Reservistengemeinschaft Oberer Linzgau und von Nachkommen der Familie Denkmal und Ort der Erinnerung an den Widerstand der Familie von Haeften.

 

Künstlerin: Rebecca Marent

*1984 in Schruns/Österreich, wohnhaft in Bremen.

Freikünstlerisches Studium im Rahmen einer Kunsttherapie-ausbildung bei Prof. Robert van de Laar;

seit 2004 freikünstlerisches Arbeiten in Bremen

Portrait Technik: Acryl auf Leinwand, 2016