Friedrich Adler

Jüdisches Widerstehenn

* 1878
✝ 1942

 

Friedrich Adler wuchs in einer jüdischen Familie im oberschwäbischen Laupheim auf. Nach dem Studium in München war er als freier Künstler tätig.

Ab 1907 lehrte er an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, seit 1927 als Professor. Diese Tätigkeit war nur durch seinen Kriegsdienst als Offiziers-Stellvertreter während des 1. Weltkriegs von 1914 – 1918 unterbrochen. 1933 verlor Adler als Jude seine Professur und wurde durch die Nationalsozialisten zwangspensioniert. Von 1935 an unterrichtete er als privater Kunstgewerbelehrer jüdische Schüler im Rahmen des Jüdischen Kulturbundes in Hamburg bis zu dessen Zwangsauflösung im Jahr 1941. Während seine zweite Ehefrau 1934 nach Palästina emigrierte, kehrte Adler noch 1936 von einer Palästina-Reise nach Deutschland zurück. Weil er vermutlich die Situation falsch einschätzte, verpasste Adler die Chance zu emigrieren.

Am 11. Juli 1942 wurde Friedrich Adler ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort – bei der Selektion im Alter von 64 Jahren als nicht arbeitsfähig eingestuft – bald ermordet.

 

Künstler: Hermann Schenkel

*1948 in Biberach

1970-1976 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Kuhn und Prof. Hödicke; Kunst- und Kulturpreise sowie Stipendien; Kunst am Bau; Werke in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen; Lebt und arbeitet in Biberach/Riß

Portrait Technik: Acryl auf Leinwand, 2016