Alois Andritzki

Christlicher Widerstand

* 1914
✝ 1943

Alois Anditzki stammte aus einer religiös geprägten sorbischen Familie. Als katholischer Priester war er ab 1939 Jugendseelsorger an der Katholischen Hofkirche in Dresden. Er fühlte sich dem Volk der Sorben zugehörig und kritisierte offen die rassistischen Schriften des NS-Ideologen Alfred Rosenberg sowie die Verfolgung von Geistlichen. Als Sorbe war er den Nationalsozialisten suspekt und durch seine persönliche Aufrichtigkeit und klare ablehnende Haltung unbequem. Trotz vieler Verhöre und einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ließ sich Andritzki nicht einschüchtern und verweigerte die Zusammenarbeit mit dem NS-System. Deshalb kam er im Oktober 1941 in das KZ Dachau, wo er sich mit anderen Geistlichen des „Pfarrerblocks“ im Liturgiekreis betätigte. Als er auf Grund der schlechten hygienischen Bedingungen Anfang Februar 1943 an Typhus erkrankt war und im Sterben lag, tötete ihn ein Pfleger mit einer Giftinjektion.

 

Am 13. Juni 2011 wurde Alois Andritzki als erster Sorbe und Sachse vor seiner Kirche in Dresden seliggesprochen.

Künstlerin: Almut-Sophia Zielonka

*1966 in Ohrdruf (Thüringen);

1981 Ausbildung; 1985 – 1987 Bühnenbildassistentin am Bautzener Theater; 1987 – 1993 Betreuerin des Rehabilitationszentrum Bautzen; Malereistudium,

bis 1989 in Berlin Weißensee und Dresden bei Hubertus Giebe, Gerhard Kettner und Ralf Kerbach; 1993 Diplom – freischaffend in Dresden, Bautzen und Leipzig

Portrait Technik: Öl auf Leinwand, 2016